Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
-Sokrates
Warnung dieser Artikel ist böse und gemein und hat das Zeug ein Blutbad auszulösen. Leute die keine Kritik vertragen sollten ihn nicht lesen.

Wer kennt sie nicht, oder wer musste sie nicht kennenlernen? Eine junge aufstrebende Grüne, die auch mal in Berlin im Landesvorstand war, und dort auch das Amt der frauen- und geschlechtspolitischen Sprecherin ausübte. Desweiteren schreibt sie für die taz Artikel, in denen sie gerne die Piraten flamed, und tut auf ihrem Blog ein wenig technikaffin. Was ja alles sehr schön ist!
Erst heute verfasste sie ein Pamphlet unter dem Titel “Ein Pirat und das Meer“. Richtig, so ist das Meer doch groß und weit und so passiert es eben dass sich einer von ihnen in exotische Gewässer verirrt. Frau Seeliger interessiert das nicht, aber es war ja offensichtlich, dass sie den Artikel von Parteivorstand König für ihre pösen Zwecke missbraucht. Der Titel hätte eigentlich auch Bündnis 90: Die Grünen präsentieren: Seeliger vs Piraten heißen können, denn als Wahlwerbung ist er allemal gedacht, wie so vieles was diese Frau tut.
Frau Seeliger, sie titeln bereits sehr umfassend:
Aaron Koenig, Piratenparteivorstand, begrüßt das Schweizer Nein zu Minaretten und verlinkt sein Blog mit einer rechtspopulistischen Anti-Islam-Seite. Nur ein Fauxpas?
Dass sie, werte Frau Seeliger, sich mit den Strukturen der Piraten nicht auskennen, sei Ihnen vergönnt. Auch die Tatsache, dass Sie sich trotz dieses blinden Fleckes eine Meinung zu bilden wagen; die Freiheit sich eine eigene Meinung zu bilden – und sei sie noch so unfundiert – ist schließlich wohl die größte Errungenschaft der Aufklärung. Bloß beschleicht mich der Eindruck, dass es in Ihrem Pamphlet eigentlich um etwas ganz anderes geht als Ihre persönliche Meinung zum – Oh, die Zeiten! Ach, die Sitten! – immer größerem Zuwachs der Partei, namentlich Piratenpartei.
Bereits ihre Überschrift lässt verlauten, dass sie ein sehr studierter Mensch sind. Wie schön für sie! Weiter ätzen sie jedoch:
Die bundesdeutsche parlamentarische Demokratie bekommt von ihm noch einmal ihr Fett ab: “Wir hingegen haben uns daran gewöhnt, dass Parteienvertreter über unsere Köpfe hinweg für uns entscheiden – kein Wunder, dass sich Politikverdrossenheit und ein Gefühl von Ohnmacht ausbreiten.”
Hier ziehen sie bereits eine Pseudo-Analogie. Die Meinung des ehrenwerten Herrn König sei mal dahingestellt; sie ist unreflektiert, populistisch und schlichtweg dumm; jedoch zeigt er hier seine Befürwortung zur Basisdemokratie vor, wie sie in jener Partei so groß ist. Dass bei der von euch beiden genannten Abstimmung ein Ergebnis herauskam, dass wider die Menschenrechte ist, sei an anderer Stelle diskutiert. Kommen wir zu einer weiteren ihrer liebevollen Anekdoten.
Also doch eher Stammtischpopulismus: das, was eben in der Mitte der Gesellschaft so geredet wird, und eben auch in der Piratenpartei.
So etwas will erst einmal bewiesen sein, und unfundiertes Daherschwandronieren ist doch genau das, was sie so oft verurteilen. Parallelen der von ihnen im Text postulierten Argumente- und Themenlosigkeit schweifen geradezu über auf ihre eigenen Zeilen. Welch Gräuel!
Zahlreiche Kommentatoren, von denen viele Koenig auch mit “Du” ansprechen, zeigten sich enttäuscht von “der undifferenzierten Sichtweise” auf den Islam.
Was hat dies zu bedeuten? Und sprachen sie nicht selbst einen völlig Fremden, namentlich meine Wenigkeit, ohne Nachfrage bereits mit “Du” an?
Die Pressestelle der Piraten hingegen wiegelt ab:
Frau Seeliger, ihrer trolligen Grünen Hautfarbe in allen Ehren, hier schmunzelte ich ein wenig.
Nein, es habe noch keine Kritik gegeben, das Ganze sei “bisher relativ harmlos” aufgenommen worden. Koenig habe schließlich in seinem Blog einen zweiten Beitrag nachgeschoben, zudem finde sich dort doch der klare Hinweis, dass es sich bei den dort veröffentlichten Inhalten um die private Meinung eines Parteimitglieds handele.
Was sie hier schreiben ist so frei erfunden wie Goehtes Faust. Die Kritik ist auf Mailinglisten geradezu riesig. Und sie, wo sie sich doch den halben Tag den Frust aus dem Leibe “twittern” sollten sie doch wissen, dass auch in diesen Kreisen rege Kritik hervorgebracht wurde.
Dass sie, Frau Seeliger, schon seit einiger Zeit aus unerfindlichen Gründen ihren Frust auf geradezu verzweifelte Art an jener Partei auslassen, und dabei jede Gelegenheit nutzen, sei sie noch so klein, ist erstaunlich. Gegen konstruktive Kritik hat sicher niemand von uns etwas einzuwenden, im Gegenteil. Aber jeden Tag mindestens einen kindischen Tweet von ihnen lesen zu müssen, in dem sie kundtun “wie doof und gemein” doch alle sind, halte ich für recht fragwürdig.
Ihren Unmut über den Erfolg dieser Partei und dass sie deshalb “angefressen” sind, weil ihrer eigenen Partei dadurch wohl ein paar Stimmen abhanden kommen, lassen sie täglich verlauten. Man kann ihre emotionale Schwäche beobachten, Ihre schäumende Wut, ihren verbitterten Kampf gegen jene, mit denen sie eigentlich klar Schiff machen sollten. Doch auch Ihnen geht es nicht um Ziele, viel mehr nur um Macht und Posten und Prozente. Sie hassen alle die anderer Meinung sind, greifen sie an und schirmen sich hinter einer großen Mauer gegen jedwede Argumente ab. Sie sind auf einem Kriegszug durch das Internet und lassen dabei keinen Landstrich aus, werte Frau Seeliger. Ob dies nur billiger Stimmfang ist, für eine Partei die durch viele Fehler viele Wähler verlor, sei dahingestellt. Und nein ich bin kein Freind der Grünen, ich war selbst eine Zeit lang in der Grünen Jugend und halte sie auch heute noch für richtig und wichtig.
Bereits unter meinem Artikel “Frauen bei den Piraten” flossen ihre Tränen. Anstatt auf meine Kommentare einzugehen äußern sie sich in Hass und Wut, und wähnen sich dann auf “Twitter” in hirnrissigen “Tweets” siegreich.Natürlich erwarte ich selbiges Niveau auch auf diesen Kommentar. Sie werden wieder bei “Twitter” etwas mit einem #piraten “Hashtag” verfassen, und wie jeden Tag, hinzuschreiben dass “sie es aufgeben”. Darauf werden viele “Freund/-innen” aus ihrer “Clique” schreiben, dass sie Ihnen zustimmen. Um weiteren Gräueln vorzubeugen eröffne ich auch auf meinem Blog eine Kategorie “Seeliger Bashing” um ihnen eine Steilvorlage für Geschmacklosigkeiten zu bieten. Ich freue mich auf Ausschlachtung.
Nicht dass es nicht Ihr gutes Recht ist, ihren Gefühlen und Emotionen in der weiten Welt des Internets freien Lauf zu lassen, dochbitte ich Sie darum, es etwas konstruktiver und in weniger harschem und fluchenden Ton zu tun. Zu Deutsch: Irgendwann nervts nurnoch.